Früherkennung – warum ist das so wichtig?

Auf die Haut geschaut

Der erste – und wichtigste – Schritt: Werde aufmerksam! Was nicht erkannt wird, kann auch nicht behandelt werden.

Je früher schwarzer Hautkrebs erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen und desto schonender die Behandlung. Als Vorsichtsmaßnahme sollte früh genug damit begonnen werden, die Haut regelmäßig einmal im Monat nach Veränderungen abzusuchen und auch das, was wie harmlose Leber- oder Altersflecken aussieht, genau zu beobachten.

Tipp 1

Untersuche Dich selbst!

Achte dabei auch auf Regionen, die Du nicht direkt einsehen kannst – wie z. B. unter lackierten Fußnägeln, auf der Kopfhaut, dem Rücken, den Genitalien und, soweit einsehbar, Schleimhäuten! Verwende einen Spiegel, um Dein Sichtfeld zu maximieren – oder bitte Deine/n Partner/in um Hilfe.

Tipp 2

Komischer Leberfleck? Geh zum Arzt und mach den Check!

Natürlich überspitzt, beinhaltet dieser Spruch viel Wahres. Was es braucht, ist ein offenes Auge und kein Zögern im Zweifel. Lieber einmal mehr testen lassen, damit verringerst Du dein persönliches Risiko, an Hautkrebs zu erkranken!

Tipp 3

Geh zum Hautkrebs-Screening!

Wie erkenne ich schwarzen Hautkrebs so früh wie möglich?

Eine gute Möglichkeit den schwarzen Hautkrebs früh zu erkennen, ist die sogenannte ABCDE-Regel. Sie umreißt die wichtigsten Anhaltspunkte:

A = Asymmetrie. Weist einer Ihrer Hautflecke eine „untypische“ Form auf, ist dies ein klassisches Indiz für Untersuchungsbedarf.

B = Begrenzung. Ist diese bei Hautflecken nicht klar, sondern verwaschen und/oder uneben, solltest Du das ebenfalls überprüfen lassen.

C = Color. Hier ist die Farbe ausschlaggebend: Unregelmäßige Färbung eines Hautflecks? Ab zum Arzt!

D = Durchmesser. Dein Hautfleck ist größer als fünf Millimeter? Checken lassen.

E = Evolution. Kannst Du eine Veränderung Deines Hautflecks feststellen? Sofort überprüfen lassen!

Warum eine regelmäßige Kontrolle wichtig ist

Generell sollte man immer achtsam sein und sobald etwas auffällig erscheint – bei einem selbst, einem Familienmitglied oder bei Freunden – den Hautarzt aufsuchen. Ab dem 35. Lebensjahr hat jeder gesetzlich oder privat Versicherte in Deutschland alle zwei Jahre Anspruch auf ein ärztliches Hautkrebsscreening. Sollte Dir vorher bereits etwas an Deiner Haut ungewöhnlich vorkommen, dann gehe besser einmal mehr als zu wenig zum Arzt!

Was passiert bei der Untersuchung?

Der Hautarzt wird den Körper mit einem sogenannten Dermatoskop, einer Art Vergrößerungsglas mit einer eigenen Lichtquelle, von Kopf bis Fuß auf auffällige Hautstellen hin prüfen.

Ein verdächtiges Mal wird direkt herausgeschnitten und im Labor unter dem Mikroskop weiter untersucht. So kann festgestellt werden, ob es sich gegebenenfalls um einen gutartigen Tumor oder tatsächlich um schwarzen Hautkrebs (das “maligne Melanom”) handelt.

In den meisten Fällen ist das Problem mit diesem kleinen Eingriff gelöst.

Bei einem bösartigen Befund wird der Arzt, je nachdem, ob es sich um weißen Hautkrebs oder ein malignes Melanom handelt, die nächsten Schritte einleiten.

Und wenn es doch schwerwiegender ist?

Sollte es sich um ein malignes Melanom handeln, wird die betroffene Stelle in jedem Fall operativ entfernt, da sich ansonsten die Krebszellen über die Lymphbahnen im Körper verteilen können.

Sollte dies der Fall sein und der Tumor bereits gestreut haben, werden in der Regel benachbarte Lymphknoten entfernt, um sie auf Krebszellen zu untersuchen – und so gleichzeitig eine weitere Verbreitung zu verhindern.

Sobald die Krebszellen bereits andere Organe befallen haben, kommen in Abhängigkeit von der individuellen Situation eine medikamentöse Therapie, wie etwa eine sogenannte zielgerichtete Therapie, oder eine Immuntherapie zum Einsatz. Ziel der Therapien ist es, ein Wiederauftreten der Erkrankung zu verhindern, oder – im Falle einer Metastasierung – die Lebenszeit zu verlängern. In den letzten zehn Jahren wurden mit diesen Therapien große Fortschritte erzielt.

Wichtig für Betroffene ist eine engmaschige Kontrolle, damit Ärzte die Therapie rechtzeitig entsprechend anpassen können.

Welche Anlaufstellen gibt es für Betroffene?

Für alle, die sich über die Risiken von Hautkrebs und mögliche Folgen informieren wollen, gibt es verschiedene Anlaufstellen im Netz.

Für den Austausch mit anderen Betroffenen bieten häufig Selbsthilfegruppen eine gute Möglichkeit, sich über aktuelle Behandlungsmöglichkeiten – oder auch Ängste – auszutauschen.

Hautkrebs – was bedeutet das?

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen. Jährlich erkranken in Deutschland über 260.000 Menschen daran, davon rund 23.000 an schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom.

Prävention – was kann ich tun?

Die Antwort ist einfach und betrifft alle Hautkrebsarten: Je nach Hauttyp (1 und 2) ist verlängerter „Sonnenkonsum“ zu vermeiden. Hilfreich ist, Sonnenlicht (UV-Strahlung) als eine Art Nahrungsquelle zu verstehen.